Lines about my longest friendship

lines about my loved

„The quality of a friendship should be measured on the strength of your bond and the abundance of love between you, not the number of times you catch up over coffee or go out drinking. We all have different needs, schedules and responsibilities. What´s important is you are there when it matters.“ – Beau Taplin

Manche Begegnungen können das ganze Leben verändern – unsere Begegnung gehört zu jenen. Als wir uns vor mehr als zehn Jahren auf dem kleinen Spielplatz des Campingplatzes kennenlernten, wussten wir noch nicht, wie viel wir einander einmal bedeuten würden. Wir waren gerade einmal sieben und acht Jahre alt, als sich unsere wunderbare Freundschaft, die bis heute anhält, entwickelte. Nach so vielen Jahren mit ihr an meiner Seite, kann ich auf viele schöne gemeinsame Erinnerungen zurückblicken. Mehr als die Hälfte meines Lebens, in dem ohne unsere Freundschaft wahrscheinlich vieles anderes gelaufen wäre, gehört sie nun bereits zu meinen engsten Freunden.

Mit den Jahren haben wir beide uns sehr verändert, ohne dass unsere Freundschaft je an Stärke verloren hat. Auch wenn es von Zeit zu Zeit Phasen gab, in denen wir weniger Kontakt hatten, wusste ich immer, dass ich mich auf sie verlassen kann. Wir hatten die Chance gemeinsam zu wachsen – erwachsen zu werden. Ich habe das Gefühl, dass auch unsere Freundschaft an all dem, was wir gemeinsam erlebt haben, gewachsen ist. Wir haben gemeinsam gelacht & geweint, die erste Liebe & andere Abenteuer erlebt. Ich bin so unglaublich dankbar, dass ich durch sie in meiner ganzen Jugend, jemanden an meiner Seite hatte, den ich einen echten Freund nennen konnte.

Das Besondere an unserer Freundschaft ist nicht bloß ihre Länge, sondern auch die Umstände, unter denen sie immer noch besteht. Denn wir mögen uns zwar sehr nahe stehen, wohnen jedoch keinesfalls nah beieinander. Wenn wir uns sehen möchten, müssen wir viele Kilometer reisen – ein langer Weg, den das Treffen jedoch auf jeden Fall wert ist. Nicht im selben Ort zu wohnen, macht eine Freundschaft auf keinen Fall einfacher. Wenn man mit dem anderen Zeit verbringen möchte, kann man nicht spontan an dessen Haustür klingeln oder sich auf ein Eis verabreden – vor allem als Kind war das nicht leicht. Es konnte unsere Freundschaft jedoch nicht zerbrechen.

Dennoch haben wir es irgendwie immer hinbekommen, einander zu sehen – mal häufiger, mal seltener. Die Wochenenden, die ich bei ihr zuhause verbringen durfte und die gemeinsame Urlaube am Strand habe ich jedes Mal genossen. Die Zeit, die ich mit ihr verbracht habe, hat mein Leben auf vielfältigste Art und Weise bereichert. Dank ihr habe ich mich nie alleine gefühlt – ich wusste, dass sie immer für mich da war, auch wenn uns gerade hunderte Kilometer trennten.

Nun – mehr als ein Jahrzehnt nach unserem ersten Treffen – bin ich glücklicher denn je, sie damals kennengelernt zu haben. Denn eine Freundschaft, die so viel Veränderung und so große Entfernung übersteht, ist etwas ganz Besonderes. Bis jetzt hat uns Nichts trennen können. Und ich bin mir sicher: das wird auch in den nächsten Jahrzehnten so bleiben. Auf sie, auf uns und auf all das, was uns beide so unzertrennlich macht.

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Lines about my loved

lines about my loved

„Everybody has a home team: It´s the people you call when you get a flat tire or when something terrible happens. It´s the people who, near or far, know everything that´s wrong with you and love you anyways. These are the ones who tell you their secrets, who get themselves a glass of water without asking when they´re at your house. These are the people who cry when you cry. These are your people, your middle-of-the-night, no-matter-what people.“ – Shauna Niequist

Die Macht der Worte ist gewaltig – ich möchte sie nutzen, um den wichtigsten Personen in meinem Leben zu zeigen, wie viel sie mir bedeuten. Diese neue Blog-Kategorie mit dem Titel „Lines about my loved“ ist in erster Linie genau diesen Menschen gewidmet. Über jeden einzelnen meiner „Herzensmenschen“ möchte ich in den nächsten Monaten einen kurzen Text schreiben, den ich hier veröffentlichen werde. Es ist an der Zeit, denen, die mir in meinem Leben so viel gegeben haben, etwas zurückzugeben – in Form von Worten.

Ich denke, es ist nicht notwendig, in den Texten meine Liebsten beim Namen zu nennen. Die Person, von der der jeweilige Blogbeitrag handelt, wird mit Sicherheit wissen, dass sie gemeint ist. Denn jeder Mensch, der eine so wichtige Rolle in meinem Leben spielt, liegt mir aus ganz besonderen Gründen am Herzen – aus Gründen, die unsere Beziehung so einzigartig machen.

Meine Texte sind in erster Linie, jedoch nicht ausschließlich an meine „Herzensmenschen“ gerichtet. Ich hoffe, dass meine Worte auch weitere Leser erreichen, die die Eigenschaften, die ich an meinen Liebsten so schätze, in ihren eigenen Freunden wiederfinden. Denn es ist wichtig, wahrzunehmen, wie viel einem gegeben wird. Viel zu oft sehen wir Dinge, die es wert sind, wertgeschätzt zu werden, als selbstverständlich an.

Exploring Cairns – Meine 5 Lieblingsorte

Australia, exploring places

„Let´s find some beautiful place to get lost.“

Da ich nun schon seit mehr als vier Monaten in Cairns lebe, kenne mich inzwischen ganz gut in der Stadt und ihrer Umgebung aus. Ich hatte eine Menge Zeit, um auf Entdeckungstour zu gehen und neue Orte zu erkunden. Ein paar dieser Orte haben mir es so angetan, dass es nicht bei einem einzigen Besuch geblieben ist. So oft ich kann, kehre ich an jene zurück, um die dortige Atmosphäre zu genießen. Es sind genau diese Orte, die ich meine liebsten nenne.

Fairy Falls

Wenn ich mich für einen Wasserfall entscheiden müsste, an den ich immer wieder zurückkehren könnte, dann wäre dieser mit Sicherheit „Fairy Falls“. Der kleine Wasserfall, der sich direkt neben den Crystal Cascades befindet, ist ein echter Geheimtipp. Nicht viele Leute scheinen von diesem ganz besonderen Spot zu wissen. Dementsprechend hat man nicht selten das Glück, diesen Ort ganz für sich allein zu haben. Ich genieße es jedes Mal sehr, dort zu sein und in dem kühlen Wasser Schwimmen zu gehen. Was Fairy Falls so besonders macht, ist ein riesiger Baumstamm, der mitten im Wasserfall lehnt. Wenn es einem gelingt, jenen hochzuklettern, kann man sich auf ein in den Felsen befestigtes Seil setzten und über das Wasser schaukeln.

Palm Cove

Wie heißt es so schön: „Das Leben ist besser am Strand:“ – ein Sprichwort, das für mich voller Wahrheit steckt. Zum Glück muss ich gar nicht weit fahren, um einen wirklich schönen Strand zu erreichen. Palm Cove ist nur 30 Minuten von Cairns entfernt und hat alles, was man sich von einem Strand wünscht: feinen Sand, Palmen und Meeresrauschen. Wenn das Wetter stimmt und ich genug Zeit für einen kleinen Ausflug habe, treibt es mich oft an diesen Ort, an dem ich mich ausgiebig sonnen und im Meer baden kann.

Rusty´s Market

„Obst-Jagt“ auf „Rusty´s Market“ ist zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen an Sonntagen geworden. Auf dem Markt, der jedes Wochenende geöffnet hat, kann man frisches Obst und Gemüse zu wirklich guten Preisen kaufen. An Sonntagen kurz vor Marktschluss, wenn die Verkäufer noch schnell ihre letztes Lebensmittel loswerden wollen, fühlen sich Schnäppchenjäger auf Rusty´s Market besonders wohl. Für unschlagbare $2 habe ich dort in der letzten Woche ganze 29 Mangos erstanden – das nenne ich mal ein echtes Schnäppchen!

Fitzroy Island

Unter meinen Top-5-Orten in und um Cairns darf die schöne Insel Fitzroy Island auf keinen Fall fehlen. Dort einen Tag zu verbringen, ist, als würde man einen Ausflug ins Paradies machen. Bis jetzt bin ich noch an keinem schöneren Ort als auf dieser kleinen, tropischen Insel gewesen. Es ist ein wahrer Luxus, in einer Stadt zu leben, von der aus man nur etwa 50 Minuten mit einer Fähre fahren muss, um solch eine traumhafte Insel zu erreichen. Bei meinem ersten Besuch haben mir der Korallenstrand und das kristallklare Wasser, in dem man bestens Schnorcheln kann, die Sprache verschlagen.

Zuhause in Bayview Heights

Hier in Cairns habe ich nicht nur viele schöne Orte, sondern auch mein zweites Zuhause gefunden. In dem Haus meiner unfassbar lieben Gastfamilie fühle ich mich inzwischen fast genauso wohl wie in der Wohnung, in der ich aufgewachsen bin. Ich verbringe gerne Zeit hier in Bayview Heights und möchte gar nicht daran denken, mich bald von meiner Gastfamilie verabschieden zu müssen. Mein australisches Zuhause gehört nicht bloß zu meinen liebsten Orten in Cairns – dieser Ort ist nun auch ein wichtiger Teil meines Lebens, den ich für immer in Erinnerung behalten werde.

Exploring Fitzroy Island – Ein Tag im Paradies

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“I couldn’t imagine living in a state that didn’t reach the ocean. It was a giant reset button. You could go to the edge of the land and see infinity and feel renewed.”
– Avery Sawyer

Es gibt Orte, die einen voll und ganz in ihren Bann ziehen – Orte, dessen Schönheit nur mit den eigenen Augen und nicht mit der Linse einer Kamera zu erfassen ist. Fitzroy Island ist solch ein Ort. Die kleine Insel östlich von Cairns entspricht meiner Vorstellung vom Paradies. Türkisfarbenes Wasser, Palmen und schöne Strände. Ich wünschte, ich könnte dort jeden Tag verbringen.

Spontaner Ausflug

Als ich am letzten Freitag aufwachte, hatte ich keinerlei Erwartungen an den Tag. Vielleicht würde ich ein paar Stunden am Pool verbringen oder mich mit einer Freundin in der Stadt treffen – genau wusste ich es noch nicht. Während ich am Frühstückstisch saß, schrieb ich meiner Freundin, um herauszufinden, wann und wo sie sich heute treffen wollte. Sie antwortete trotz der frühen Morgenstunden schnell und erzählte mir, dass sie ganz spontan einen Tagesausflug nach Fitzroy Island gebucht hatte. Einem wirklich guten Angebot auf „bookme.com“ hatte sie einfach nicht widerstehen können.

Ich zögerte nicht lange und öffnete die Internetseite, um zu schauen, ob das Angebot noch verfügbar war und man die Fähre nach Fitzroy noch am Tag des Ausflugs buchen konnte. Ich hatte Glück: Für nur $37 statt $89 buchte ich ganz spontan eine Tagestour zu der kleinen Insel. Mir blieb nicht viel Zeit, um Bikini, Lunch und Schnorchel-Ausrüstung einzupacken, da die Fähre schon um 11 Uhr vormittags in See stechen sollte. In Windeseile radelte ich zum Hafen und schaffte es noch rechtzeitig zum Check-In für die Bootstour.

Bereits die fünfzigminütige Fahrt nach Fitzroy war wunderschön. Ich genoss es, Zeit auf dem offenen Meer zu verbringen und erfrischende Meeresluft ins Gesicht geweht zu bekommen. Die Zeit verging rasend schnell und ich sah schon bald die kleine Insel in der Ferne – ich war gespannt, was mich dort erwarten würde.

Willkommen im Paradies

Als die Fähre in Fitzroy anlegte, war ich vollkommen sprachlos. Vor mir lag der schönste Ort, den ich je zu Gesicht bekommen hatte. Überglücklich, mich für diesen spontanen Ausflug entschieden zu haben, lief ich über den Steg und bestaunte den kleinen Korallenstrand, der vor mir lag. Während ich am türkisblauen Wasser den Strand entlanglief und mir die Sonne ins Gesicht schienen ließ, hörte ich jemanden meinen Namen rufen.

Meine Freundin, die bereits zwei Stunden früher als ich mit der Fähre nach Fitzroy Island gefahren war, hatte auf mich gewartet, damit wir zusammen den Tag auf der Insel verbringen konnten. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Nudey Beach, der, wie wir feststellten, nicht ohne Grund als einer der schönsten Strände Australiens bezeichnet wird. Als wir nach der nur zwanzigminütigen Wanderung an dem Strand ankamen, waren wir sprachlos.

Nicht nur der Strand selbst, sondern auch die Aussicht auf das offene Meer waren wunderschön. Glasklares Wasser, Palmen und strahlender Sonnenschein – an diesem Ort schien heute einfach alles zu stimmen. Wir suchten uns ein besonders schönes Plätzchen und bereiteten unsere Schnorchel-Ausrüstung vor. Da im Februar in Cairns „Quallen-Saison“ ist, zogen wir vor dem Schnorcheln unsere „Sting-Suits“ an – diese waren zwar definitiv kein modisches Highlight, schützten uns jedoch vor den zum Teil lebensgefährlich giftigen Quallen. Mein Leben gefiel mir gerade so gut, dass ich es auf keinen Fall aus modischen Gründen riskieren wollte.

Auch das Schnorcheln war – wie fast alles andere an diesem Tag – atemberaubend. Während ich mit zahlreichen Fischen durch das klare Wasser schwamm und das Korallenriff bestaunte, fühlte ich mich wie in einer anderen Welt. Immer wieder entdeckte ich Fische, die ich noch nie zuvor gesehen hatte und verlor dabei jegliches Gefühl von Raum und Zeit. Als ich dann schließlich auftauchte, um mich zu orientieren, sah ich, wie weit ich bereits vom Festland entfernt war. Ich schnorchelte zurück und stellte fest, dass ich tatsächlich schon mehr als eine Stunde im Wasser verbracht hatte – die Insel-Uhr schien wohl schneller zu ticken.

Ein gelungener Tag

Auch die schönsten Tage enden leider irgendwann – meistens viel früher, als einem lieb ist. Nach ein paar unvergesslichen Stunden voller Sonnenschein am Nudey Beach machten wir uns auf den Weg zum Steg, an dem die Fähre um 16 Uhr abfahren sollte. Dort angekommen erlebte ich dann noch ein weiteres kleines Highlight: Nur wenige Meter von mir entfernt sah ich im Wasser drei kleine Haie schwimmen. Sowas nenne ich mal einen krönenden Abschluss.

Auf der Rückfahrt nach Cairns genossen wir auf dem Deck der Fähre die letzten Sonnenstrahlen und ließen den Tag revue passieren. Sonne, Strand und Meer hatten heute einfach unglaublich gut getan. Rundum zufrieden mit unserem heutigen Ausflug legten wir im Hafen von Cairns an und verabschiedeten uns voneinander. Nun musste ich nur noch mit dem Fahrrad nach Hause fahren, wo ich meine große Begeisterung über Fitzroy Island gleich meiner Gastfamilie mitteilen konnte. Ich bin so unfassbar dankbar, zur Zeit so dicht an solch einem besonderen Ort wohnen zu dürfen.

The little things

Australia, being human

„I hope I never get tired of the night sky, of thunderstorms, of watching cream make galaxies in coffee. I hope I never grow to be someone who can no longer see the small beautiful things.“

Sei es die nette Geste eines Fremden, ein Spaziergang am Strand, Kaffee am Morgen oder die Umarmung eines Freundes – es sind, wie man so schön sagt, vor allem die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen. In meiner bisherigen Zeit in Australien habe ich zahlreiche solcher kleinen Momente erlebt – Momente, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben und mir immer wieder gezeigt haben, wie schön das Leben doch ist.

Nette Locals

Von Anfang an hatte ich das Gefühl hier in Cairns von lauter netten Menschen umgeben zu sein. Nicht nur meine Gastfamilie war total liebenswürdig und herzlich, sondern auch die meisten anderen Menschen hier schienen wesentlich freundlicher zu sein, als ich es von Deutschen gewohnt war. Vielleicht sind es ja die wohlig warmen Temperaturen und die vielen Sonnenstunden, die die Menschen hier so freundlich machen – ganz genau weiß man es nicht. Mich macht es jedenfalls sehr glücklich, auf der Straße von Fremden angelächelt und gegrüßt zu werden, oder in der Stadt mit einem offenen Local ins Gespräch zu kommen.

Ich gehe hier morgens regelmäßig joggen und treffe dabei meist auf viele andere Leute – überwiegend Hundebesitzer – aus der Nachbarschaft. Von den meisten Spaziergängern werde ich stets mit einem strahlenden Lächeln und einem „Good Morning!“ begrüßt – so startet es sich doch gut in den Tag. Inzwischen kenne ich sogar schon den Namen eines Hundes mit dessen Besitzer ich eines Morgens ins Gespräch gekommen bin, nachdem wir einander viele Tage in Folge einen guten Morgen gewünscht hatten. Eine andere alte Dame, die mich während meines Laufens stoppte, um mir etwas mitzuteilen, zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht, als sie sagte, dass sie sich immer sehr freue, mich morgens zu sehen.

Doch es sind nicht nur nette Worte wie diese, sondern auch besondere Gesten, durch die mir hier schon oft der Tag versüßt wurde. Als ich an einem meiner freien Tage mit dem Auto meiner Gastfamilie zu einem Wasserfall fuhr und umparken wollte, startete der alte Honda einfach nicht mehr. Da sich mein Wissen über Autos auf das Nötigste beschränkt, bat ich die nächsten Menschen, die mir über Weg liefen, um Hilfe. Einem hilfsbereiten Local gelang es, das Auto zu starten und auf einem Hügel zu parken.

Als ich einige Stunden später vom Schwimmen im Wasserfall zurückkam, fand ich einen kleinen Zettel an der Windschutzscheibe. Der nette Mann, der mir mit dem Auto geholfen hatte, hatte seine Telefonnummer und ein paar nette Sätze hinterlassen – bei weiteren Problemen mit dem Auto, könne ich ihn einfach anrufen. Ich war wirklich überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft, die mir hier entgegnet wurde und schrieb meinem Helfer gleich eine SMS, in der ich mich bei ihm bedankte – ohne seine Hilfe hätte ich es nicht so einfach nach Hause geschafft.

Die kleinen Wunder der Natur

Neben den ausgesprochen freundlichen Menschen sind es auch die kleinen Wunder der Natur, die mich hier so glücklich machen. Cairns hat so viel Schönes zu bieten – es gibt zahlreiche Orte, an denen man jedes Zeitgefühl verliert. Doch es sind eben nicht nur die großen Wasserfälle und die bilderbuchartigen Strände, die es würdig sind, wertgeschätzt zu werden – es sind auch die kleinen Zauber der Natur, die mein Leben bereichern. 

Morgens aufzuwachen und das Zwitschern der Vögel zu hören, hat mir schon immer gut gefallen – vielleicht schlafe ich auch aus diesem Grund so gerne im Wohnwagen, durch dessen dünne Wände man die Geräusche draußen besonders gut hört. Die Gesänge der Vögel hier in Cairns sind jedoch mit denen, die man in Deutschland hören kann, kaum zu vergleichen. Noch nie zuvor hatte ich so vielfältiges und schönes Vogelgezwitscher gehört wie hier in den Tropen. 

Mindestens genauso schön wie die Vogelgesänge sind die Schmetterlinge die man in Cairns sehen kann. Um diese schönen Tiere zu Augen zu bekommen, muss ich mich bloß auf die Terrasse setzen. Unser Garten ist ein wahres Paradies für Schmetterlinge aller Art – kleine, große und vor allem bunte Schmetterlinge fühlen sich hier in Cairns genauso wohl wie ich. Es hat etwas Beruhigendes, diese kleinen Wunder der Natur beim Fliegen beobachten zu dürfen.

Wenn es um die Schönheit der Natur geht, darf man eines natürlich nicht vergessen: den Himmel. Es fasziniert mich jedes Mal wieder, in welch schönen Farben er erstrahlen kann. Bei meiner morgendlichen Joggingrunde die Sonne über den Hügeln von Bayview Heights aufgehen zu sehen, gehört definitiv zu den kleinen Dingen, die mein Leben bereichern.

Zwischen Alltag und Abenteuer

Australia

„Balance in life is the key to everything.“

Halbzeit – es sind bereits ganze drei Monate vergangen, seit meine Zeit als Au Pair in Australien begonnen hat. Drei Monate voller neuer Erfahrungen und spannender Entdeckungstouren – aber auch voller „Familienleben“. Es fühlt sich inzwischen nicht mehr so an, als wäre ich in einem langen Urlaub. Ich bin voll und ganz im Au Pair Alltag angekommen. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass jeder Tag gleich verläuft. Die Kids und die zahlreichen Ausflüge, die ich hier mit meinen Freunden mache, bringen eine Menge Abwechslung in mein Leben. Ich schwebe buchstäblich zwischen Alltag und Abenteuer.

Exploring Melbourne

Australia, exploring places
„There’s something about arriving in new cities, wandering empty streets with no destination. I will never lose the love for the arriving but I’m born to leave.“

Charlotte Eriksson

Jetzt, wo ich nun schon ganze zwei Monate in Cairns lebe, wurde ich mal wieder vom Fernweh ergriffen. Ich wollte die freie Zeit während des Urlaubs meiner Gastfamilie nutzen, um eine neue Stadt zu erkunden – Ich wollte mehr von Australien sehen. Aus diesem Grund entschied ich mich ziemlich spontan dazu, für ein paar Tage nach Melbourne zu fliegen. Die Stadt, die nicht nur die zweitgrößte Australiens, sondern auch die lebenswerteste der Welt ist, war für mich schon lange ein Ort, den ich unbedingt einmal besucht haben wollte.

Nun – am Ende meiner Reise – kann ich sagen, dass es auf jeden Fall die richtige Entscheidung war, nach Melbourne zu fliegen. In so wenigen Tagen habe ich so viel gesehen und erlebt – ich habe Silvester auf dem Dach eines Hochhauses gefeiert, bei einem vorher völlig fremden Au Pair zu Hause gelebt, neue Bekanntschaften geschlossen und die vielen schönen Orte der Stadt erkundet. In Melbourne habe ich Erfahrungen gemacht, von denen ich wahrscheinlich noch mein ganzes Leben etwas haben werden.

Yarra River

5 Dinge, die ich in meinen ersten Wochen als Au Pair gelernt habe

Australia

“One never reaches home,‘ she said. ‚But where paths that have an affinity for each other intersect, the whole world looks like home, for a time.”
― Hermann Hesse

  1. Es ist schön, die Welt noch einmal mit den Augen eines Kindes zu sehen.
    Als Au Pair verbringt man eine Menge Zeit mit den Kindern – fast jeden Tag wird gebastelt, getobt und gespielt. Hier in Cairns gehe ich nun wieder auf Spielplätze, baue Häuser aus Lego und spiele Verstecken. Au Pair Sein ist für mich quasi die zum Leben erweckte Erinnerung an meine Kindheit. Noch einmal kann ich auf diese Weise selbst miterleben, wie es sich anfühlt, langsam groß zu werden.

    Kleine Dinge erscheinen plötzlich wieder so gigantisch, wenn man mit den Augen eines Kindes auf sie blickt. Ein Spielzeug ist nicht bloß ein Spielzeug, sondern das Tor zu einer anderen Welt – der Welt der Fantasie und der Vorstellungskraft. Ich bin dankbar, mit Lincoln und Scarlett ein weiters Mal diese Welt zu erkunden und daran erinnert zu werden, was ich doch selbst für eine schöne Kindheit hatte.

  2. Es läuft selten alles wie geplant.
    In einer großen Familie gibt es manchmal auch ein großes Durcheinander. Es werden zwar Pläne gemacht, jene jedoch oft über den Haufen geworfen oder durch neue Pläne ersetzt – immer kommt irgendetwas dazwischen. So manches Mal wird für die Kids ein spontanes „Play-Date“ organisiert oder Freunde der Familie kommen unangekündigt zum Abendessen vorbei.

    Spontanität wird in meiner Gastfamilie großgeschrieben. Dementsprechend sind natürlich auch meine Arbeitszeiten sehr flexibel. An manchen Tagen bin ich die meiste Zeit mit den Kindern beschäftigt oder helfe der Familie im Haushalt, an anderen Tagen steht fast gar keine Arbeit an. Meinen Alltag zu planen ist deshalb nicht immer ganz so einfach – ich lebe vielmehr in den Tag hinein und lasse von dem überraschen, was dieser bringt. Wenn ich jedoch einmal größere Unternehmungen, wie einen Ausflug zu Great Barrier Reef, machen will, gibt sich meine Gastfamilie jedes Mal größte Mühe, mir einen bestimmten Tag freizuhalten – so gelingt mir hier die fast perfekte Balance zwischen Arbeit und Abenteuer.

  3. Man muss nur offen sein, um neue Leute kennenzulernen.
    Anders als Backpacker, die einen Großteil ihrer Zeit in Hostels verbringen, trifft man als Au Pair nicht automatisch auf neue Leute. Wenn man als Au Pair auf Gleichgesinnte treffen und Freundschaften schließen will, dann sollte man vor allem offen sein und auf andere zugehen. Sei es in der Stadt, an Cairns beliebter Lagune oder an einem Wasserfall – hier gibt es eigentlich überall Leute, die gerne neue Kontakte knüpfen würden. Meistens geht es nur darum, dass jemand den ersten Schritt macht. Es braucht nicht viel mehr als ein Lächeln oder ein einfaches „Hallo!“, um eine Verbindung zu schaffen.

    Heutzutage sind natürlich auch soziale Netzwerke eine gute Alternative, wenn man auf der Suche nach neuen Bekanntschaften und „Travelmates“ ist. Ich selbst war bis ich nach Australien kam nie ein großer Fan von Facebook. Da ich dann jedoch hörte, dass es auf dieser Plattform zahlreiche Gruppen für Au Pairs und Backpacker in und um Cairns geben soll, beschloss ich, mir für meine Zeit als Au Pair einen Facebook Account zu erstellen. Ich kann nun sagen, dass das auf jeden Fall eine gute Entscheidung war – auch dank Facebook habe ich hier schon eine Menge tolle Reisende kennengelernt und spontane Tripsgemacht.

  4. Die Zeit vergeht wie im Flug.

    Ich bin nun tatsächlich schon seit fast zwei Monaten als Au Pair in Australien. Weihnachten und Neujahr stehen vor der Tür und ich fühle mich, als wäre noch immer Juli – was natürlich größtenteils auch an den tropischen Temperaturen in Cairns liegt. Wenn ich zurückblicke und an den Tag meines Abflugs denke, fühlt es sich an, als hätte ich Deutschland erst vor ein paar Tagen verlassen. Obwohl ich nun schon seit vielen Wochen meine Familie und meine Freunde nicht mehr gesehen habe, fühle ich mich ihnen immer noch nah.

    Ich kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit doch vergangen ist. Ein Drittel meines halben Jahres als Au Pair liegt nun bereits hinter mir – acht Wochen voller unvergleichlicher Erfahrungen, spannender Trips und neuer Freundschaften. So viel Spaß wie ich hatte, ist es kein Wunder, dass ich mich fühle wie im Flug.

  5. Eine nette Gastfamilie ist das A&O.

    Um sich am anderen Ende der Welt als Au Pair wohl zu fühlen, braucht man vor allem eins: eine nette Gastfamilie. Ich kann mein Glück noch gar nicht fassen, weil ich tatsächlich das Gefühl habe, nicht nur eine nette, sondern die zu mir perfekt passende Gastfamilie gefunden zu haben. Mit den beiden Kindern habe ich mich von Anfang an total gut verstanden – auf sie aufzupassen und mit ihnen zu spielen, fühlt sich definitiv nicht wie Arbeit an.

    Und auch meine Gasteltern sind einfach super. Sie stehen mir immer zur Seite und tuen ihr Bestes, um mir das Gefühl zu geben, ein Teil der Familie zu sein. Dank der Gastfreundschaft, die mir hier entgegengebracht wird, fühle ich mich hier – am anderen Ende der Welt – wirklich wie zuhause.

Schnorcheln am Great Barrier Reef

Australia, exploring places

“My soul is full of longing
for the secret of the sea,
and the heart of the great ocean
sends a thrilling pulse through me.”
― Henry Wadsworth Longfellow

Schnorcheln am weltbekannten Great Barrier Reef gehört wahrscheinlich zu den Dingen, die viele Leute – darunter auch ich – auf ihrer „Bucket List“ stehen haben. Einmal mit Fischen, Schildkröten und Haien durch das glasklare Wasser tauchen und das einmalige Korallenriff bestaunen. Dass ich mir schon in so jungen Jahren diesen Wunsch erfüllen konnte, hätte ich mir im Leben nicht erträumen können. Ich bin unglaublich dankbar, hier in Cairns diese unvergleichliche Erfahrung gemacht haben zu dürfen.

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Exploring the Daintree Rainforest

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“The clearest way into the Universe is through a forest wilderness.”
― John Muir

Wer eine längere Zeit in Queensland verbringt, der sollte sich unbedingt einen Tag frei halten, um den Daintree Rainforest nördlich von Cairns zu besuchen. Die Region, die von Cairns aus in etwa zwei Stunden Autofahrt erreichbar ist, umfasst mit circa 12000 Quadratkilometern den größten zusammenhängenden Abschnitt tropischen Regenwalds in ganz Australien. Außerdem trifft nur an diesem Ort der Regenwald auf die australische Ostküste. Tatsächlich ist das aber noch längst nicht alles, was den Daintree Rainforest so besonders macht. Dieser Regenwald ist tatsächlich der älteste der Welt und beherbergt tausende verschiedener Tier- und Pflanzenarten – ein absolut sehenswerter Ort!