Die Macht der Gewohnheit

being human

“Motivation is what gets you started. Habit is what keeps you going.”
– Jim Ryun

Wir alle haben bestimmte Gewohnheiten. Sei es der morgendliche Kaffee, das tägliche Workout oder das Musikhören vor dem Schlafengehen. Gewohnheiten bestimmen unser Leben – und das sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Sie sind manchmal Fluch, manchmal Segen.

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Fast jeder Morgen startet für mich mit dem selben Ritual: Ich werde vom Klingeln des Weckers geweckt, stehe auf und rolle die Yogamatte in meinem Zimmer aus. Sport am Morgen ist mein typischer Start in den Tag. Ich habe das Gefühl, erst nach ein paar Minuten ausgiebiger körperlicher Betätigung so richtig aufzuwachen. Mein Körper scheint sich daran gewöhnt zu haben, morgens beim Yoga aktiviert zu werden.

Sport gehört wohl zu meinen guten Gewohnheiten. Es ist ein Ritual, das mir dabei hilft, mich auf meinen Körper zu konzentrieren und im Hier & Jetzt anzukommen. Und wie alle anderen Gewohnheiten auch, gibt es mir ein Gefühl von Sicherheit. Genau das ist eine der wichtigsten Eigenschaften solcher Rituale. Sie geben unserem Leben eine gewisse Struktur – dienen als Halt, wenn einmal nicht alles glatt läuft. Wir brauchen etwas, an dem wir uns festhalten können. Damit wir auch in schweren Zeiten nicht aus der Bahn geworfen werden. Wir Menschen sind „Gewohnheitstiere“.

Eine gewisse Struktur und ein bisschen Sicherheit mag in unserem Alltag – in dieser Welt voll neuer Sinneseindrücke – von Vorteil sein. Doch was passiert, wenn wir unseren kleinen Ritualen einmal nicht nachgehen können? Kann uns das nicht auch aus der Bahn werfen?

Manchmal ist es nur ein ganz schmaler Grad zwischen Gewohnheit und Zwang. Rituale sind wie kleine Süchte. Sie machen abhängig – können dazu beitragen, dass wir starr und unflexibel werden. Sobald wir einen Punkt erreicht haben, an dem wir nicht mehr ohne eine bestimmte Gewohnheit können, sollten wir uns Gedanken machen. Manchmal erwische ich mich selbst dabei, wie ich mich ein bisschen verloren fühle, wenn ich morgens einmal nicht zum Sport komme. Vielleicht sollte also auch ich aufpassen, dass mich mein liebstes Ritual nicht in meiner Freiheit einschränkt.

Bei Gewohnheiten geht es wohl – wie bei fast allem – um die richtige Balance. Denn wie heißt es so schön: “An over-indulgence of anything, even something as pure as water, can intoxicate.”.

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4 Gedanken zu “Die Macht der Gewohnheit

  1. Hey,
    das klingt ja schon wie ein Traum-Morgen. Ich habe auch versucht , morgens joggen zu gehen aber dann fand ich Tag zum Tag noch schwieriger und habe damit aufgehört. Deswegen bewundere ich dich und finde super, dass du schon am Morgen so energisch bist. 🙂 Zurzeit gehören viele Menschen zu einer Gruppe, die morgens erstmals soziale Netzwerke checken, denke ich. Dann ist man eigentlich schon sehr früh müde und fühlt sich auch nicht so wohl. Deine Routine ist sehr schön, ideal und auch ein gutes Vorbild für die allen Anderen. Auch für mich 🙂
    Mach damit weiter!
    Danke für den schönen Beitrag.
    LG.
    Yusuf

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