Exploring London

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“Sir, when a man is tired of London, he is tired of life; for there is in London all that life can afford.”
– Samuel Johnson

Mein Besuch in London liegt nun schon etwa ein Jahr zurück. Doch was geblieben ist, sind wunderschöne Erinnerungen & der Wunsch noch einmal zurückzukehren – in diese unfassbar tolle Stadt.

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Wohnen wie echte Londoner

Wir wollten unseren Besuch in Großbritanniens Hauptstadt zu etwas ganz Besonderem machen. Dieses Mal hatten wir keine Lust auf ein typisches Hotel. Wir wollten wohnen wie echte Londoner – die Metropole von ihrer authentischten Seite kennenlernen. Aus diesem Grund machten wir uns bei Airbnb auf die Suche nach einer kleinen Unterkunft. Schon nach kurzer Zeit fiel uns ein wirklich gutes Angebot ins Auge: Ein kleines und gemütliches Schlafzimmer in einem Haus im Norden Londons zu einem unschlagbaren Preis. Vier Übernachtungen sollten für zwei Personen insgesamt nur etwa 100€ kosten – inklusive Bad- und Küchennutzung! Noch dazu konnte man das Zentrum Londons von der Unterkunft aus mit der Victoria Line in nur 20 Minuten erreichen. Ohne lange zu zögern, kontaktierten wir die Gastgeberin, um das Zimmer für unseren kurzen London-Trip zu buchen.

Bei unserer Ankunft am Häuschen in der Parkhurst Road wurden wir gleich von anderen Bewohnern in Empfang genommen. Ein Mann, der im Obergeschoss des Hauses lebt, führte uns durch die Räume und erzählte uns ein bisschen was über die Nachbarschaft. Wenig später kam dann auch die Gastgeberin, mit der ich bereits über die Airbnb-App kommuniziert hatte. Die große Gastfreundschaft, die uns entgegengebracht wurde, führte dazu, dass wir uns von Anfang an gut aufgehoben fühlten und uns sicher waren, die richtige Unterkunft gewählt zu haben. Für mich war es außerdem eine komplett neue Erfahrung, auf so engem Raum mit völlig fremden Menschen zusammenzuleben. Anders als bei einem Hotelbesuch fühlte es sich ein bisschen so an, als würden wir wirklich in London leben. Ein verrücktes Gefühl!

„Hatchards“ – Londons ältester Bücherladen

Ich liebe Bücherläden – diese gemütlichen Orte, an denen eine ganz besondere Atmosphäre herrscht. Stundenlang könnte ich dort meine Zeit mit dem Stöbern verbringen und dabei jegliches Zeitgefühl verlieren. „Hatchards“ in London ist ein solcher Buchladen – der schönste, den ich bis jetzt besucht habe.

In einer der bekanntesten Straßen Londons, der „Piccadilly“-Street, ist er zu finden. Seit mehr als zwei Jahrhunderten kann man in dem Gebäude mit der Hausnummer 187 Bücher kaufen. Auf ganzen fünf Etagen sind in den gut sortierten Regalen die verschiedensten Bücher zu finden. Von Romanen, über Biografien, bis hinzu Kochbüchern – hier wird mit Sicherheit jeder Buchliebhaber fündig. Auch ich konnte dem tollen Angebot natürlich nicht widerstehen und kaufte mir im „Hatchards“ ein für mich sehr bedeutsames Buch. Beim Erkunden der „Poetry“-Abteilung entdeckte ich diesen besonderen Schatz: Ein Werk namens „Memories“ von Lang Leav, einer meiner liebsten Autorinnen englischer Lyrik.

Natürlich ist es für uns nicht bei einem einzigen Besuch in diesem Buchladen geblieben. Ganze drei Male kehrten wir zum „Hatchards“ zurück, um uns dort von den zahlreichen Büchern und dem unvergleichlichen Ambiente inspirieren zu lassen.

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Londons schöne Märkte

Nicht nur Buchliebhaber, sondern auch alle, die gerne hübsche Märkte besuchen, kommen in London nicht zu kurz. Wir haben bei unserem Besuch in der Metropole zwei der bekanntesten Märkte erkundet: Den „Covent Garden Market“ mitten im Herzen der Innenstadt und den „Camden Market“ in Camden Town. Beide Märkte überzeugen durch ihren ganz eigenen Charme und sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

Der „Covent Garden Market“ im gleichnamigen Stadtteil Londons zeichnet sich vor allem durch die schönen Markthallen und den „Covent Garden Piazza“ aus. Auf dem großen öffentlichen Platz kommen schon seit vielen Jahren Händler und zahlreiche Marktbesucher zusammen. Inzwischen gibt es dort neben kleinen Restaurants und Bars eine große Auswahl an bekannten Luxus-Geschäften. Auch handgemachte Unikate, kann man dort ergattern. Denn im Herzen des Covent Garden Market befindet sich der sogenannte „Apple Market“, ein kleiner Kunsthandwerksmarkt. Nach dem Bummeln durch die verschiedenen Geschäfte, machten wir es uns auf einer Bank gemütlich und beobachteten eine Weile die Straßenkünstler auf dem schönen Marktplatz.

Der Camden Market ist so ganz anders als der Covent Garden Market. Dort gibt es weniger luxuriöse Markengeschäfte, dafür aber mehr kleine Shops, die ausgefallene Einzelstücke, Vintage-Kleidung & natürlich auch viel Ramsch anbieten. Mir persönlich ist diese Art von Märkten sogar ein kleines bisschen lieber als der schicke Markt in Covent Garden. In Camden blüht das Leben – ein bunter & schriller Ort, der schon viele Künstler angelockt hat. Noch dazu zieht das kulinarische Angebot des Marktes inzwischen zahlreiche „Foodies“ an. Wer nach dem Schlendern durch dir schmalen, verwinkelten Gassen Hunger verspürt, der kann sich mit dem leckeren Street-Food, das es an den Ständen zu kaufen gibt, den Magen vollschlagen. Das Essensangebot ist genauso bunt und vielseitig wie der Camden Market selbst – es gibt ausgefallene Snacks aus aller Welt. Ich als große Kichererbsen-Liebhaberin habe mich selbstverständlich für eine Wrap mit Hummus und Falafel entschieden.

Wie alle touristischen Attraktionen locken selbstverständlich auch bekannte Märkte eine Menge Menschen an. Vor allem in der Hauptsaison sind sowohl der Covent Garden also auch der Camden Market ziemlich überlaufen. Der große Touristenstrom wirkt sich natürlich auch auf die Geschäfte der Märkte aus. Deswegen hoffe ich sehr, dass diese dadurch auch in Zukunft nicht ihre Authentizität und den besonderen Flair verlieren.

Ein Schlusswort

London war eine der ersten großen Städte, die ich auf eigene Faust erkundet habe. Allein schon aus diesem Grund wird die Metropole für mich wahrscheinlich immer ein besonderer Ort bleiben. Doch es war nicht nur der Umstand, sondern auch die Stadt selbst, die mich bewegt hat – Londons unvergleichliche Atmosphäre, die Vielfalt und die Schönheit der verschiedenen Stadtteile. Wenn ich an meinen London-Trip zurückdenke – mir vorstelle, wieder mit der Underground zum Piccadilly Circus zu fahren oder im Hatchards nach Büchern zu stöbern -, fange ich automatisch an, zu lächeln.

2 Gedanken zu “Exploring London

  1. Hallo Liebes,
    Wieder mal ein grandios verfasster Beitrag! Immer wenn ich deine Beiträge lese, verliere ich mich in deinen Worten und stelle mir immer alles bildlich vor. Deine Erzählungen über London bereiten einem Lust darauf, dieser wunderschönen Stadt wieder einen Besuch zu erstatten. Gerne verschlinge ich mehr von deinen Reiseberichten.

    Liebe Grüsse,
    Sarah Marie von http://www.xoxsarahmariex.com

    Liken

    1. Vielen Dank liebe Sarah Marie!
      Es freut mich so sehr, dass du treue Leserin meines Blogs bist und dir meine Beiträge so gut gefallen ❤
      Bald geht es für mich als Au Pair nach Australien, deswegen folgen bald bestimmt weitere Reiseberichte 🙂

      Gefällt 1 Person

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