Exploring Cairns – Meine 5 Lieblingsorte

Australia, exploring places

„Let´s find some beautiful place to get lost.“

Da ich nun schon seit mehr als vier Monaten in Cairns lebe, kenne mich inzwischen ganz gut in der Stadt und ihrer Umgebung aus. Ich hatte eine Menge Zeit, um auf Entdeckungstour zu gehen und neue Orte zu erkunden. Ein paar dieser Orte haben mir es so angetan, dass es nicht bei einem einzigen Besuch geblieben ist. So oft ich kann, kehre ich an jene zurück, um die dortige Atmosphäre zu genießen. Es sind genau diese Orte, die ich meine liebsten nenne.

Fairy Falls

Wenn ich mich für einen Wasserfall entscheiden müsste, an den ich immer wieder zurückkehren könnte, dann wäre dieser mit Sicherheit „Fairy Falls“. Der kleine Wasserfall, der sich direkt neben den Crystal Cascades befindet, ist ein echter Geheimtipp. Nicht viele Leute scheinen von diesem ganz besonderen Spot zu wissen. Dementsprechend hat man nicht selten das Glück, diesen Ort ganz für sich allein zu haben. Ich genieße es jedes Mal sehr, dort zu sein und in dem kühlen Wasser Schwimmen zu gehen. Was Fairy Falls so besonders macht, ist ein riesiger Baumstamm, der mitten im Wasserfall lehnt. Wenn es einem gelingt, jenen hochzuklettern, kann man sich auf ein in den Felsen befestigtes Seil setzten und über das Wasser schaukeln.

Palm Cove

Wie heißt es so schön: „Das Leben ist besser am Strand:“ – ein Sprichwort, das für mich voller Wahrheit steckt. Zum Glück muss ich gar nicht weit fahren, um einen wirklich schönen Strand zu erreichen. Palm Cove ist nur 30 Minuten von Cairns entfernt und hat alles, was man sich von einem Strand wünscht: feinen Sand, Palmen und Meeresrauschen. Wenn das Wetter stimmt und ich genug Zeit für einen kleinen Ausflug habe, treibt es mich oft an diesen Ort, an dem ich mich ausgiebig sonnen und im Meer baden kann.

Rusty´s Market

„Obst-Jagt“ auf „Rusty´s Market“ ist zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen an Sonntagen geworden. Auf dem Markt, der jedes Wochenende geöffnet hat, kann man frisches Obst und Gemüse zu wirklich guten Preisen kaufen. An Sonntagen kurz vor Marktschluss, wenn die Verkäufer noch schnell ihre letztes Lebensmittel loswerden wollen, fühlen sich Schnäppchenjäger auf Rusty´s Market besonders wohl. Für unschlagbare $2 habe ich dort in der letzten Woche ganze 29 Mangos erstanden – das nenne ich mal ein echtes Schnäppchen!

Fitzroy Island

Unter meinen Top-5-Orten in und um Cairns darf die schöne Insel Fitzroy Island auf keinen Fall fehlen. Dort einen Tag zu verbringen, ist, als würde man einen Ausflug ins Paradies machen. Bis jetzt bin ich noch an keinem schöneren Ort als auf dieser kleinen, tropischen Insel gewesen. Es ist ein wahrer Luxus, in einer Stadt zu leben, von der aus man nur etwa 50 Minuten mit einer Fähre fahren muss, um solch eine traumhafte Insel zu erreichen. Bei meinem ersten Besuch haben mir der Korallenstrand und das kristallklare Wasser, in dem man bestens Schnorcheln kann, die Sprache verschlagen.

Zuhause in Bayview Heights

Hier in Cairns habe ich nicht nur viele schöne Orte, sondern auch mein zweites Zuhause gefunden. In dem Haus meiner unfassbar lieben Gastfamilie fühle ich mich inzwischen fast genauso wohl wie in der Wohnung, in der ich aufgewachsen bin. Ich verbringe gerne Zeit hier in Bayview Heights und möchte gar nicht daran denken, mich bald von meiner Gastfamilie verabschieden zu müssen. Mein australisches Zuhause gehört nicht bloß zu meinen liebsten Orten in Cairns – dieser Ort ist nun auch ein wichtiger Teil meines Lebens, den ich für immer in Erinnerung behalten werde.

Werbeanzeigen

5 Dinge, die ich in meinen ersten Wochen als Au Pair gelernt habe

Australia

“One never reaches home,‘ she said. ‚But where paths that have an affinity for each other intersect, the whole world looks like home, for a time.”
― Hermann Hesse

  1. Es ist schön, die Welt noch einmal mit den Augen eines Kindes zu sehen.
    Als Au Pair verbringt man eine Menge Zeit mit den Kindern – fast jeden Tag wird gebastelt, getobt und gespielt. Hier in Cairns gehe ich nun wieder auf Spielplätze, baue Häuser aus Lego und spiele Verstecken. Au Pair Sein ist für mich quasi die zum Leben erweckte Erinnerung an meine Kindheit. Noch einmal kann ich auf diese Weise selbst miterleben, wie es sich anfühlt, langsam groß zu werden.

    Kleine Dinge erscheinen plötzlich wieder so gigantisch, wenn man mit den Augen eines Kindes auf sie blickt. Ein Spielzeug ist nicht bloß ein Spielzeug, sondern das Tor zu einer anderen Welt – der Welt der Fantasie und der Vorstellungskraft. Ich bin dankbar, mit Lincoln und Scarlett ein weiters Mal diese Welt zu erkunden und daran erinnert zu werden, was ich doch selbst für eine schöne Kindheit hatte.

  2. Es läuft selten alles wie geplant.
    In einer großen Familie gibt es manchmal auch ein großes Durcheinander. Es werden zwar Pläne gemacht, jene jedoch oft über den Haufen geworfen oder durch neue Pläne ersetzt – immer kommt irgendetwas dazwischen. So manches Mal wird für die Kids ein spontanes „Play-Date“ organisiert oder Freunde der Familie kommen unangekündigt zum Abendessen vorbei.

    Spontanität wird in meiner Gastfamilie großgeschrieben. Dementsprechend sind natürlich auch meine Arbeitszeiten sehr flexibel. An manchen Tagen bin ich die meiste Zeit mit den Kindern beschäftigt oder helfe der Familie im Haushalt, an anderen Tagen steht fast gar keine Arbeit an. Meinen Alltag zu planen ist deshalb nicht immer ganz so einfach – ich lebe vielmehr in den Tag hinein und lasse von dem überraschen, was dieser bringt. Wenn ich jedoch einmal größere Unternehmungen, wie einen Ausflug zu Great Barrier Reef, machen will, gibt sich meine Gastfamilie jedes Mal größte Mühe, mir einen bestimmten Tag freizuhalten – so gelingt mir hier die fast perfekte Balance zwischen Arbeit und Abenteuer.

  3. Man muss nur offen sein, um neue Leute kennenzulernen.
    Anders als Backpacker, die einen Großteil ihrer Zeit in Hostels verbringen, trifft man als Au Pair nicht automatisch auf neue Leute. Wenn man als Au Pair auf Gleichgesinnte treffen und Freundschaften schließen will, dann sollte man vor allem offen sein und auf andere zugehen. Sei es in der Stadt, an Cairns beliebter Lagune oder an einem Wasserfall – hier gibt es eigentlich überall Leute, die gerne neue Kontakte knüpfen würden. Meistens geht es nur darum, dass jemand den ersten Schritt macht. Es braucht nicht viel mehr als ein Lächeln oder ein einfaches „Hallo!“, um eine Verbindung zu schaffen.

    Heutzutage sind natürlich auch soziale Netzwerke eine gute Alternative, wenn man auf der Suche nach neuen Bekanntschaften und „Travelmates“ ist. Ich selbst war bis ich nach Australien kam nie ein großer Fan von Facebook. Da ich dann jedoch hörte, dass es auf dieser Plattform zahlreiche Gruppen für Au Pairs und Backpacker in und um Cairns geben soll, beschloss ich, mir für meine Zeit als Au Pair einen Facebook Account zu erstellen. Ich kann nun sagen, dass das auf jeden Fall eine gute Entscheidung war – auch dank Facebook habe ich hier schon eine Menge tolle Reisende kennengelernt und spontane Tripsgemacht.

  4. Die Zeit vergeht wie im Flug.

    Ich bin nun tatsächlich schon seit fast zwei Monaten als Au Pair in Australien. Weihnachten und Neujahr stehen vor der Tür und ich fühle mich, als wäre noch immer Juli – was natürlich größtenteils auch an den tropischen Temperaturen in Cairns liegt. Wenn ich zurückblicke und an den Tag meines Abflugs denke, fühlt es sich an, als hätte ich Deutschland erst vor ein paar Tagen verlassen. Obwohl ich nun schon seit vielen Wochen meine Familie und meine Freunde nicht mehr gesehen habe, fühle ich mich ihnen immer noch nah.

    Ich kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit doch vergangen ist. Ein Drittel meines halben Jahres als Au Pair liegt nun bereits hinter mir – acht Wochen voller unvergleichlicher Erfahrungen, spannender Trips und neuer Freundschaften. So viel Spaß wie ich hatte, ist es kein Wunder, dass ich mich fühle wie im Flug.

  5. Eine nette Gastfamilie ist das A&O.

    Um sich am anderen Ende der Welt als Au Pair wohl zu fühlen, braucht man vor allem eins: eine nette Gastfamilie. Ich kann mein Glück noch gar nicht fassen, weil ich tatsächlich das Gefühl habe, nicht nur eine nette, sondern die zu mir perfekt passende Gastfamilie gefunden zu haben. Mit den beiden Kindern habe ich mich von Anfang an total gut verstanden – auf sie aufzupassen und mit ihnen zu spielen, fühlt sich definitiv nicht wie Arbeit an.

    Und auch meine Gasteltern sind einfach super. Sie stehen mir immer zur Seite und tuen ihr Bestes, um mir das Gefühl zu geben, ein Teil der Familie zu sein. Dank der Gastfreundschaft, die mir hier entgegengebracht wird, fühle ich mich hier – am anderen Ende der Welt – wirklich wie zuhause.

Wandern Richtung Wasserfall – Cairns wunderschöne Schwimmspots

Australia

Regenwald, Wasserfälle & wunderschöne Wanderwege – all das kann man hier im Norden der australischen Ostküste entdecken. Ich muss nur wenige Kilometer mit dem Auto von Cairns aus Richtung Norden oder Süden fahren und schon befinde ich mich mitten im Regenwald – abseits jeglicher Zivilisation. Hier hört, sieht und riecht man nichts als Natur – man befindet sich buchstäblich mitten in der Wildnis.

Rund um Cairns befinden sich nicht bloß ein oder zwei, sondern zahlreiche Wasserfälle und Schwimmspots mitten im Regenwald. Gleich in meinen ersten Wochen hier machte ich mich mit meinen neuen Freunden auf den Weg, um einige dieser zu erkunden.

Meine Reise ans andere Ende der Welt

Australia

“Every dreamer knows that it is entirely possible to be homesick for a place you’ve never been to, perhaps more homesick than for familiar ground.”
― Judith Thurman

Mein großer Traum, Au Pair in Australien zu werden, geht nun tatsächlich in Erfüllung. Vor fast 24 h Stunden hat die längste Reise meines Lebens am Hamburger Flughafen begonnen. Nun sitze ich bereits tausende Kilometer entfernt in Hongkong und versuche zu realisieren, was hier eigentlich vor sich geht. In mir herrscht ein riesieges Chaos der Gefühle. Von freudiger Aufregung, über Sprachlosigkeit, bis hinzu Sehnsucht nach meinen Liebsten – in mir treffen gerade all diese Emotionen aufeinander.

Au Pair in Australien – Vorbereitungen für die große Reise

Australia

Morgen wird mein großes Au-Pair-Abenteuer endlich beginnen. Der Koffer ist gepackt und ich bin bereit morgen ins Flugzeug zu steigen und Abschied zu nehmen. Um diesen großen Schritt nun tatsächlich machen zu können, musste ich in den letzten Tagen, Wochen, Monaten eine Menge organisieren.

Aufbruchsstimmung

being human

“The wish to travel seems to me characteristically human: the desire to move, to satisfy your curiosity or ease your fears, to change the circumstances of your life, to be a stranger, to make a friend, to experience an exotic landscape, to risk the unknown..”
– Paul Theroux 

Nun ist es bald wirklich so weit: In wenigen Wochen geht es für mich auf große Reise – die größte, auf die ich mich je begeben habe. Ganze sechs Monate werde ich als Au Pair in Australien verbringen – so weit entfernt von zuhause, buchstäblich am anderen Ende der Welt. Ich bin unglaublich gespannt auf alles, was mich dort erwartet – auf all die neuen Orte, die es zu erkunden gibt und auf die Erfahrungen, die ich sammeln werde. Am meisten freue ich mich jedoch auf neue Bekanntschaften und Freundschaften mit Menschen, die mir jetzt noch völlig fremd sind.